

UNSERE
SONDERLEISTUNGEN
Bei imed setzen wir gezielt auf moderne diagnostische Verfahren, deren medizinischer Nutzen wissenschaftlich untersucht und belegt ist. Viele dieser Untersuchungen sind in spezialisierten Kliniken und universitären Einrichtungen etabliert, gehören aber nicht zum selbstverständlichen Angebot jeder Ordination.
Unser Ziel ist es, Erkrankungen möglichst früh zu erkennen, unnötige Behandlungen zu vermeiden und Therapien individuell und messbar zu begleiten. Dafür verbinden wir moderne Medizintechnik mit fachärztlicher Expertise und der interdisziplinären Zusammenarbeit in unserem Zentrum.
BITTE BEACHTEN: Abgesehen vom Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Darmspiegelung sind die angeführten Leistungen keine Kassenleistungen. Privatversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten.
FibroScan
WIE GESUND IST IHRE LEBER?

Leberfett und Leberschädigung erkennen, bevor Beschwerden entstehen
Eine Fettleber verursacht meist über viele Jahre keine Beschwerden. Dennoch kann sie zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber führen – bis hin zur Leberzirrhose. Auch normale oder nur geringfügig erhöhte Leberwerte schließen eine relevante Lebererkrankung nicht sicher aus. Mit dem FibroScan® der Firma Echosens können wir zwei wichtige Eigenschaften Ihrer Leber untersuchen:
Wie viel Fett befindet sich in Ihrer Leber?
Die Leberfettmessung (CAP) ermöglicht eine nichtinvasive Beurteilung der Fetteinlagerung in der Leber. Das ist insbesondere bei Übergewicht, Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen von Bedeutung.
Wie stark ist Ihre Leber bereits geschädigt? Ist die Leber bereits geschädigt?
Die Elastizitätsmessung erfasst die Steifigkeit des Lebergewebes. Eine erhöhte Lebersteifigkeit kann auf eine fortgeschrittene Vernarbung der Leber, eine sogenannte Fibrose, hinweisen. Damit können wir das Risiko einer fortgeschrittenen Lebererkrankung besser einschätzen und entscheiden, ob weitere Untersuchungen oder eine Behandlung notwendig sind.
Ihr Vorteil
Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kommt ohne Strahlenbelastung oder Gewebeentnahme aus. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, Veränderungen im Verlauf zu beobachten – beispielsweise während einer Gewichtsreduktion, nach einer Ernährungsumstellung oder unter Behandlung einer chronischen Lebererkrankung. So wird sichtbar, ob sich Ihre Lebergesundheit verbessert.
OSTEOPOROSE-SCREENING
WIE STABIL SIND IHRE KNOCHEN?

Knochengesundheit überprüfen, bevor Röntgenstrahlung zum Einsatz kommt
Osteoporose entwickelt sich meist schleichend und bleibt häufig lange unbemerkt. Oft wird die Erkrankung erst erkannt, wenn bereits ein Knochenbruch aufgetreten ist. Dabei kann eine frühzeitige Erkennung helfen, das individuelle Bruchrisiko einzuschätzen und rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen einzuleiten.
Mit unserem Ultraschallgerät zur Beurteilung der Knochenqualität bieten wir eine einfache und strahlenfreie Möglichkeit, erste Hinweise auf eine verminderte Knochenfestigkeit zu erkennen.
Wie funktioniert die Untersuchung?
Das Gerät misst die Geschwindigkeit, mit der sich Ultraschallwellen durch den Knochen ausbreiten. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf bestimmte Eigenschaften des Knochens ziehen. Die Untersuchung erfolgt am Arm, ist vollkommen schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie eignet sich insbesondere als ergänzende Untersuchung bei Menschen mit erhöhtem Osteoporoserisiko, beispielsweise nach den Wechseljahren, bei höherem Lebensalter oder bei bestimmten chronischen Erkrankungen.
Ihr Vorteil
Die Untersuchung eignet sich hervorragend um zu entscheiden, ob eine klassische Knochendichtemessung mittels Röntgenstrahlung sinnvoll ist. Bei unauffälligem Ergebnis erspart man sich eine Untersuchung in einem Röntgeninstitut.
MEDIZINISCHE KÖRPERANALYSE
MEHR WISSEN ALS NUR DAS GEWICHT
Entscheidend ist nicht, wie viel Sie wiegen, sondern woraus Ihr Körper besteht!
Die Zahl auf der Waage sagt nur wenig darüber aus, wie gesund unser Körper tatsächlich ist. Zwei Menschen mit gleichem Gewicht können sich hinsichtlich ihrer Muskelmasse, ihres Körperfettanteils und ihres Gesundheitsrisikos erheblich unterscheiden. Auch beim Abnehmen ist nicht jeder Gewichtsverlust gleich wertvoll: Idealerweise soll Körperfett reduziert werden, während die Muskulatur möglichst erhalten bleibt. Mit dem medizinischen Körperanalysegerät seca mBCA Ultra können wir die Körperzusammensetzung differenziert untersuchen.
Dabei werden unter anderem folgende Größen bestimmt:
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Körperfett und Fettverteilung
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Skelettmuskelmasse
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Fettfreie Körpermasse
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Körperwasser und dessen Verteilung

Besonders wichtig bei der Behandlung von Übergewicht
Bei einer Gewichtsreduktion – insbesondere unter medikamentöser Therapie mit sogenannten Abnehmspritzen – kann neben Fett auch wertvolle Muskelmasse verloren gehen.
Durch regelmäßige Messungen können wir den Therapieverlauf differenzierter beurteilen und Ernährung, Eiweißzufuhr sowie körperliches Training gezielt anpassen.
So steht nicht allein die Gewichtsabnahme im Mittelpunkt, sondern eine möglichst gesunde Veränderung der Körperzusammensetzung.
Auch bei chronischen Erkrankungen wertvoll
Die Körperanalyse kann darüber hinaus bei zahlreichen medizinischen Fragestellungen helfen, beispielsweise:
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In der Kardiologie: zur ergänzenden Beurteilung des Flüssigkeitshaushalts und von Veränderungen der Körperzusammensetzung, etwa bei Herzinsuffizienz.
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In der Gastroenterologie und Hepatologie: zur Erkennung und Verlaufskontrolle eines Muskelverlusts bei chronischen Lebererkrankungen und anderen Erkrankungen mit Mangelernährung.
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In der Ernährungsmedizin: zur Beurteilung von Muskelmasse und Ernährungszustand, insbesondere bei älteren oder chronisch kranken Menschen.
Ihr Vorteil
Statt sich ausschließlich auf Körpergewicht und BMI zu verlassen, erhalten wir zusätzliche Informationen darüber, wie sich Ihr Körper unter einer Behandlung verändert.
Denn entscheidend ist nicht nur, wie viel Gewicht Sie verlieren – sondern was Sie verlieren.
Die Messung dauert nur wenige Sekunden und kann während jedes Besuchs bei uns durchgeführt werden. Sie erhalten einen umfassenden Analysebericht.
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ BEI DER DARMSPIEGELUNG
Vier Augen plus KI sehen am besten – besonders bei der Darmkrebsvorsorge
Die Darmspiegelung ist eine der wirksamsten Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge. Manche Veränderungen, die sich zum Darmkrebs entwickeln können, sind allerdings sehr klein, flach oder farblich kaum von der umgebenden Darmschleimhaut zu unterscheiden.
Hier kann künstliche Intelligenz die ärztliche Untersuchung unterstützen.

GI Genius™ – ein zusätzlicher Blick auf die Darmschleimhaut
Bei unseren Darmspiegelungen setzen wir das KI-System GI Genius™ von Medtronic ein.
Das System analysiert die Endoskopiebilder während der Untersuchung in Echtzeit und markiert auffällige Bereiche, die auf Polypen oder andere Schleimhautveränderungen hinweisen könnten.
Die Entscheidung über die Beurteilung und Entfernung einer Veränderung trifft weiterhin die untersuchende Ärztin bzw. der untersuchende Arzt.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass durch den Einsatz dieser Technologie mehr Adenome – also potenzielle Darmkrebsvorstufen – entdeckt werden können.
Ihr Vorteil
Die künstliche Intelligenz bietet eine zusätzliche Unterstützung bei der Suche nach möglicherweise schwer erkennbaren Veränderungen.
Die Untersuchung selbst wird dadurch für Sie weder aufwendiger noch unangenehmer.
Und das Beste: Wir setzen GI Genius™ bei unseren Darmspiegelungen ohne zusätzliche Kosten für unsere Patientinnen und Patienten ein.
DARMKREBSVORSORGE ZU HAUSE
KLEINER TEST - GROSSER UNTERSCHIED
Darmkrebs entwickelt sich häufig über viele Jahre aus zunächst gutartigen Veränderungen der Darmschleimhaut.
Gerade im Frühstadium verursacht die Erkrankung meist keine Beschwerden.
Deshalb ist regelmäßige Vorsorge so wichtig – auch dann, wenn man sich vollkommen gesund fühlt.
Mit dem immunologischen Stuhltest, dem sogenannten FIT (Fecal Immunochemical Test), steht eine einfache und wissenschaftlich etablierte Möglichkeit zur Darmkrebsvorsorge zur Verfügung.
Wie funktioniert der Test?
Mit einem kleinen Entnahmeset wird zu Hause eine Stuhlprobe gewonnen.
Im Labor wird untersucht, ob sich darin geringe Mengen menschlichen Blutes nachweisen lassen, die mit freiem Auge nicht sichtbar sind.
Solche Blutspuren können beispielsweise von Darmpolypen oder Darmkrebs stammen.
Der FIT ist deutlich spezifischer für menschliches Blut als ältere chemische Stuhltests. Eine besondere Diät vor der Probenentnahme ist nicht erforderlich.

Ihr Vorteil
Der Test ist unkompliziert, nichtinvasiv und kann bequem zu Hause durchgeführt werden.
Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch Darmkrebs, sollte aber durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden.
Ein unauffälliges Ergebnis schließt Darmkrebs nicht mit absoluter Sicherheit aus. Deshalb sind regelmäßige Untersuchungen und die Berücksichtigung des persönlichen Risikos wichtig.
PRC-SCHNELLDIAGNOSTIK
KENNEN, WAS KRANK MACHT

Gezielter behandeln statt auf Verdacht Antibiotika verschreiben
Husten, Fieber, Halsschmerzen oder Durchfall können durch ganz unterschiedliche Krankheitserreger verursacht werden.
Häufig lässt sich allein anhand der Beschwerden nicht sicher feststellen, ob Viren oder Bakterien verantwortlich sind.
Das ist für die Behandlung entscheidend: Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren.
Mit unserer molekularbiologischen PCR-Diagnostik können wir wichtige Krankheitserreger direkt nachweisen – und das in vielen Fällen noch am selben Tag.
Atemwegsinfekte: Virus oder Bakterium?
Bei ausgewählten Atemwegsinfekten können wir gezielt nach relevanten Erregern suchen.
Das ermöglicht eine raschere diagnostische Einordnung und kann helfen, unnötige Antibiotikatherapien zu vermeiden oder eine gezielte Behandlung einzuleiten.
Magen-Darm-Infekte: Was verursacht die Beschwerden?
Auch bei akuten Durchfallerkrankungen können unterschiedliche Viren, Bakterien oder Parasiten verantwortlich sein.
Die PCR-Diagnostik ermöglicht den Nachweis ausgewählter Erreger aus einer Stuhlprobe.
Gerade bei schweren, länger anhaltenden oder unklaren Beschwerden kann dies helfen, die Ursache rasch zu erkennen und die weitere Behandlung gezielt zu planen.
Ihr Vorteil
Statt mehrere Tage auf ein Untersuchungsergebnis zu warten, können wir bei entsprechender Indikation häufig noch am selben Tag wichtige diagnostische Informationen gewinnen.
Das kann unnötige Behandlungen vermeiden, die Auswahl notwendiger Medikamente erleichtern und helfen, Ansteckungsrisiken besser einzuschätzen.
Unser Prinzip: Zuerst die Diagnose, dann gezielt behandeln.
WAS WIR BEWUSST NICHT ANBIETEN -
DENN NICHT JEDE UNTERSUCHUNG BRINGT KLARHEIT
Als universitäres Ärztezentrum orientieren wir uns an wissenschaftlicher Evidenz und anerkannten medizinischen Leitlinien. Das bedeutet für uns nicht nur, moderne Untersuchungsverfahren anzubieten, sondern auch bewusst auf solche zu verzichten, deren Aussagekraft begrenzt ist oder deren Ergebnisse häufig zu falschen Schlussfolgerungen führen. Denn ein auffälliger Test bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Erkrankung vorliegt. Falsch positive Ergebnisse können unnötige Sorgen, überflüssige Behandlungen und langfristige Ernährungseinschränkungen nach sich ziehen. Wir möchten nicht möglichst viele Untersuchungen durchführen, sondern die richtigen.
Das ist ein Vorteil für Sie: mehr Klarheit und vermeidbare Kosten.
H₂-Atemtests für Laktose-, Fruktose und Sorbitintoleranz
H₂-Atemtests werden häufig eingesetzt, um Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Zuckerarten zu untersuchen.
Dabei wird nach dem Trinken einer Testlösung gemessen, wie viel Wasserstoff in der Ausatemluft auftritt. Ein Anstieg kann darauf hinweisen, dass ein Teil des aufgenommenen Zuckers nicht im Dünndarm aufgenommen, sondern von Darmbakterien vergoren wurde.
Das Problem: Eine verminderte Aufnahme von Zucker ist nicht automatisch eine klinisch relevante Unverträglichkeit.
Ein positiver Fruktose-Atemtest kann beispielsweise auch bei Menschen ohne entsprechende Beschwerden auftreten. Entscheidend ist daher nicht allein der Messwert, sondern ob die Aufnahme des jeweiligen Zuckers tatsächlich reproduzierbar Beschwerden verursacht.
Darüber hinaus können H₂-Atemtests falsch positive und falsch negative Ergebnisse liefern:
Ein rascher Darmtransit oder eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms können das Ergebnis verfälschen.
Bei einem Teil der Menschen produzieren die Darmbakterien nur wenig oder keinen messbaren Wasserstoff. Eine tatsächlich bestehende Malabsorption kann dadurch übersehen werden.
Insbesondere bei Sorbit ist die klinische Aussagekraft standardisierter Atemtests unzureichend belegt.
Die europäische Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass zur Diagnose einer klinisch relevanten Kohlenhydratintoleranz neben dem Atemtest auch die während der Untersuchung auftretenden Beschwerden berücksichtigt werden müssen.
Unser Ansatz: Wir beurteilen mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten anhand der Krankengeschichte, des Zusammenhangs zwischen Ernährung und Beschwerden sowie gegebenenfalls einer gezielten Ernährungsumstellung mit anschließender Wiedereinführung der verdächtigen Lebensmittel.
So vermeiden wir, dass Menschen aufgrund eines isolierten Testergebnisses unnötig auf zahlreiche Nahrungsmittel verzichten.
Glukose-H₂-Atemtest auf bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO)
Der Glukose-Atemtest soll eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms nachweisen, die unter anderem Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfälle verursachen kann.
Die Interpretation ist allerdings schwierig.
Glukose wird bereits im oberen Dünndarm aufgenommen. Eine bakterielle Fehlbesiedlung weiter unten im Dünndarm kann deshalb übersehen werden.
Umgekehrt kann ein rascher Transport der Testlösung in den Dickdarm zu einem auffälligen Ergebnis führen, obwohl keine relevante Fehlbesiedlung des Dünndarms vorliegt.
Hinzu kommen Unterschiede in der bakteriellen Gasproduktion und eine begrenzte Übereinstimmung mit anderen diagnostischen Verfahren.
Ein positiver Atemtest allein beweist daher nicht, dass die Beschwerden tatsächlich durch eine behandlungsbedürftige bakterielle Fehlbesiedlung verursacht werden.
Unser Ansatz: Wir untersuchen zunächst, ob andere, besser belegte Ursachen für die Beschwerden vorliegen. Bei begründetem Verdacht auf eine bakterielle Fehlbesiedlung erfolgt eine individuelle gastroenterologische Beurteilung unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Erkrankungen und Risikofaktoren.
Histaminintoleranz – warum wir keine DAO- oder Histamintests anbieten
Viele Menschen vermuten hinter Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen oder Hautrötungen eine Histaminintoleranz.
Zur Abklärung werden unter anderem die Bestimmung des Enzyms Diaminoxidase (DAO) im Blut sowie Histaminmessungen angeboten.
Das Problem: Für diese Untersuchungen fehlen ausreichend validierte Grenzwerte und eine verlässliche diagnostische Aussagekraft.
Ein erniedrigter DAO-Wert beweist keine Histaminintoleranz. Umgekehrt schließt ein normaler Wert eine entsprechende Symptomatik nicht aus.
Auch Histaminmessungen im Blut oder Stuhl ermöglichen keine zuverlässige Diagnose.
Unser Ansatz: Wir suchen zunächst nach anderen möglichen Ursachen der Beschwerden. Bei entsprechendem Verdacht kann eine zeitlich begrenzte, gezielte Ernährungsumstellung mit anschließender Wiedereinführung verdächtiger Lebensmittel sinnvoll sein.
Eine dauerhafte, stark eingeschränkte Ernährung allein aufgrund eines Laborwertes empfehlen wir nicht.
Mikrobiomanalysen – viel Information, noch wenig klinischer Nutzen
Das menschliche Darmmikrobiom besteht aus Billionen von Mikroorganismen und spielt eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit.
Die wissenschaftliche Erforschung des Mikrobioms hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht.
Kommerzielle Mikrobiomanalysen versprechen, anhand einer Stuhlprobe das persönliche Darmmikrobiom zu beurteilen und daraus individuelle Ernährungs- oder Therapieempfehlungen abzuleiten.
Das Problem ist nicht die Messung selbst, sondern die medizinische Interpretation.
Bislang gibt es für die meisten Darmbakterien keine ausreichend validierten Referenzbereiche, anhand derer sich ein gesundes von einem krankhaften Mikrobiom zuverlässig unterscheiden ließe.
Die Zusammensetzung des Mikrobioms unterscheidet sich erheblich zwischen gesunden Menschen und wird unter anderem durch Ernährung, Medikamente, Alter und Lebensumstände beeinflusst.
Auch die häufig verwendete Diagnose einer „Dysbiose“ ist anhand kommerzieller Stuhlprofile derzeit nicht ausreichend standardisiert.
Vor allem fehlt für die meisten dieser Analysen der Nachweis, dass daraus abgeleitete individuelle Ernährungspläne, Probiotikatherapien oder andere Behandlungen die Gesundheit tatsächlich verbessern.
Ein internationaler Expertenkonsens, veröffentlicht 2025 in The Lancet Gastroenterology & Hepatology, sieht deshalb derzeit keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage für den breiten routinemäßigen Einsatz von Mikrobiomanalysen in der klinischen Praxis.
Unser Ansatz: Wir setzen auf gezielte, medizinisch aussagekräftige Stuhluntersuchungen, beispielsweise zum Nachweis von Krankheitserregern mittels PCR oder zur Bestimmung von Entzündungsmarkern wie Calprotectin.
Diese Untersuchungen beantworten konkrete medizinische Fragen und können unmittelbar zu einer sinnvollen diagnostischen oder therapeutischen Entscheidung beitragen.